Arne Vierlinger - Die Geschichte von Glück und Neid

Wie das so ist mit dem Glück, das andere haben und Du nicht.

Glück kommt nicht zu einem geflogen wie auf Wolken von oben.

Glück muß man sich verdienen aber nicht mit dummen Geschwätz
und Sauermienen.

Zu dem das Glück gekommen, Er hat es meist vor lauter Arbeit
nicht bemerkt nicht wahrgenommen.

Nur Menschen die selbst nicht schaffen, dumm Reden, bei anderen
in die Wohnung gaffen
die haben sehr viel Zeit und dadurch wächst der

    NEID

Sie schauen und Sie schauen, als das Sie selber bauen.
Vor Wut und Neid dann ganz benommen sagen Sie, warum ist zu
Ihm und nicht zu mir das Glück gekommen.

    UND DIE MORAL VON DEM GEDICHT

Hast Du keine Zeit, gibt`s keinen Neid. Schau nach vorn und
nicht zurück. Du wirst es sehen es kommt das Glück.

Doch stiehlt man sich und anderen die Zeit kommt nicht das
Glück, dann kommt der Neid

    DER DIEB DER ZEIT!

© Text mit freundlicher Genehmigung von Arne Vierlinger, Sasbach 2007

musik, kunst, lyrik, satire

Freunde

Jemand fragte ich mich einmal, wie lange wir Freunde bleiben.

Ich schwieg, weil ich nicht weiß, welcher Zeitraum länger ist:
"immer" oder "ewig".

Die besten Bands der Welt

Friedrich Treber - Jedem Kind seinen Teddybär

Wo Kleine den Großen willkommen sind,
erwächst ohne Weltfurcht ein fröhliches Kind.
Es spürt auf der Haut wie  erfühlend so zart
kann streicheln die Hand, die so rauh sonst und hart.
Zwei Arme, die halten und tragen, sie baun
Vor noch nicht Erfaßtem den bergenden Zaun.
Ein Körper kann Wärme und Stütze ihm geben.
Aus sicherem Haus schaut das Kind in das Leben
Und lernt, wenn es kann mit Vertrauen hinsehn,
zu Menschen und Dingen den eignen Weg gehn.

Es lebt kein Kind immer im Sonnenschein.
Und sei die Zeit kurz, da es fühlt sich allein,
wenn fühlende, streichelnde Hände nicht da,
kein wärmender, stützender Körper jetzt nah,
die schützenden Arme ihm nun nicht bereit,
wenn brechen den Schlaf zwei Stimmen im Streit,
dann mag zum Anschmiegen der Teddybär taugen:
Viel Augennaß kann so ein Fell aufsaugen.
Die eigene Wärme zurück von ihm geht.
Was Kinder auch leiden, ein Teddy versteht.

Ein Kind wächst gar schnell und es spürt mit der Zeit
Des kleineren Teddybärs Hilflosigkeit.
Und weiß, was es selber nun kann für ihn tun:
Die eigenen Händchen, die streicheln ihn nun.
Den Teddy, den in seinen Armen es hält,
beschützt es und zeigt ihm die eigene Welt
Spürt eigenen Körpers wärmendes Leben.
Lernt Schwächre zu schützen und ihnen zu geben.
Den Schwachen wird Leben so weniger schwer.
Darum jedem Kind seinen Teddybär.

© Text mit freundlicher Genehmigung von Friedrich Treber

Der Künstler und Schauspieler Friedrich Treber, Jahrgang 1943, ist Lehrer im Ruhestand und lebt im pfälzischen Pirmasens.

Werkverzeichnis Friedrich Treber:
Ein Geschenk für Lehrer Müller? Weinheim, 1994
Sitzengeblieben. Weinheim 1994
Glaube, Liebe, und so weiter. Weinheim 1998
Alleine hält das keiner aus! Weinheim 1999
CD: Steine und Blumen. Laura Records, Eisenberg/Thüringen 2005
CD: Von der anderen Seite. Laura Records, Eisenberg/Thüringen 2008

Amazon Rainforest Club

Lyrik von Puck Grünenwald: Töchter

Ich wußte nicht,
wie oft man sterben kann
in hundert Stunden,
vergessen hatte ich,
wie weh verlassenwerden tut,
und wie man aufrecht steht
mit soviel Wunden
und Angst und Schmerz und heißer
Wut.

Doch Amazonen fallen nicht so
leicht,
so schnell geht's nicht an's
Sterben,
Wie die Kraft der Mutter uns
erreicht
werden wir ihr Weltreich
erben.

© Text und Fotomaterial mit freundlicher Genehmigung von Puck Grünenwald

Christiane Rühmann - Geschichten